Pfeifenmacher treffen Freunde

Rauchzeichen im Schatten des Speyerer Doms



Das Lexikon ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Was würden wir ohne diese praktischen Nachschlagewerke nur tun?
Auch der Pfeifenraucher kann auf mehrere dieser „Thingtanks“ zu allerlei Themen zurückgreifen.
Das unten erwähnte Lexikon beschäftigt sich allerdings mit den Grundlagen.




Lexikon des Pfeifenrauchers
von Prof. Dr. pip. Alois Mutzenmacher


Materialraucher, der
(homo pipnikotini extremo)


Der Materialraucher ist eine scheue Spezies, die als Einzelgänger auftritt.

Materialraucher gehören zur Gattung der Pfeifenraucher (homo pipnikotini). Er kann eine Größe von 1,80m und ein Gewicht von 90 kg erreichen. In freier Wildbahn wurden aber auch schon größere und schwerere Exemplare gesichert.
Pfeifenraucher sind meistens männlich, weibliche Exemplare sind eher selten. Über die Fortpflanzung des Pfeifenrauchers ist nichts bekannt.



Diese Spezies ist gut in freier Wildbahn zu beobachten, da er sich ca. alle 4 -6 Wochen in Rudeln zusammen findet. Warum das in diesen Abständen geschieht , kann nicht eindeutig belegt werden.. Renommierte Forscher gehen davon aus, dass es mit den Mondphasen zu tun haben muss.



Allerdings hat die Population des Pfeifenrauchers in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen.
Neuste Forschungsergebnisse haben gezeigt, das dies an der Zerstörung seines natürlichen Lebensraums und an der Klimaerwärmung liegen muss..



Pfeifenstammtische, Forentreffen und Pfeifenclubs des Pfeifenrauchers dienen ihm zur Befriedigung seines Triebe, sich Rauchgeräte in stattlicher Anzahl, und Füllmaterial für diese Geräte zu beschaffen und zu horten, sowie zur Kommunikation untereinander zu den beiden Themen.



Aber auf diesen Treffen wurde noch kein Materialraucher gesichtet. Hinweise auf die Existenz dieser Unterart geben nur die zurückgelassenen Rauchgeräte (Pfeife, die) des Materialrauchers.



Die Pfeifen des Materialrauchers zeigen im Gegensatz zu denen des gemeinen Pfeifenrauchers durch das Rauchen des Füllmaterials (Pfeifentabak, der) in der Pfeife übermäßige Verschleißerscheinungen auf.



Angesengte, verkohlte Kopfränder, mit Cake zu gerauchte, gesprengte Brennräume, grüne, angekaute, zerbissene, lose, gebrochene Mundstücke und mit Kerben versehene  Pfeifenköpfe sind Erkennungszeichen der Rauchgeräte des Materialrauchers



Diese Rauchgräte tauchen immer wieder bei Händlern, die gebrauchte Pfeifen aufarbeiten und weiter verkaufen (Estatehändler, der), und bei Online- Auktionshäusern auf.



Der Estatehändler ist der natürliche Feind des Materialrauchers, da die Pfeifen des Materialrauchers für ihn sehr viel Arbeit bei der Aufarbeitung bedeuten oder für ihn gänzlich unbrauchbar sind.



Der Materialraucher bedient sich bei Tabakpfeifen meistens in den unteren und mittleren Preislagen.
Freund des Materialrauches dürfte der Händler von neuen Tabakpfeifen sein (Tabakwarenfachhändler, der ), da der Materialraucher in kurzer Frequenz den Händler aufsuchen muss, um sich neue Pfeifen zu beschaffen.



Aber auch hier ist noch von keiner Begegnung mit dem Materialraucher bekannt. Das liegt einerseits daran, dass der Materialraucher versteht, sich zu tarnen, andererseits an der Verschlossenheit des Tabakwarenfachhändlers, was Auskünfte über seine Kundschaft betrifft.

Eine nicht bestätigte Begegnung mit dem Materialraucher ist allerdings überliefert..
Es soll sich um ein älteres, männliches Exemplar handeln, das seine Zeit damit verbringen soll, Bücher über Musikinstrumente zu schreiben...